Gruppe, die 20 Piraten-‘beIN’-Streaming-Sites betrieben hat, für schuldig befunden, Anführer inhaftiert

Die Association Against Audiovisual Piracy (ALPA) ist seit 1985 in Frankreich aktiv.
Die Gruppe konzentriert sich in erster Linie auf den Schutz der Rechte von Unternehmen im audiovisuellen und Filmsektor und hat im Laufe der Jahre alles von Filesharing-Foren bis hin zu Torrent- und Film/TV-Show-Streaming-Plattformen ins Visier genommen.
In den letzten Jahren hat ALPA mit Unternehmen aus dem Rundfunksektor zusammengearbeitet und sich dabei an Personen gewandt, die Apps und Websites für Live-TV-Programme betreiben. Diese Arbeit schloss eine Untersuchung über die Administratoren von beinsport-streaming.com und mehreren anderen verwandten Sites ein.
Strafrechtliche Beschwerde gegen ‘Beinsport-Streaming’-Websites
ALPA und die Rechteinhaber Canal+ Group, beIN Sports und RMC Sports reichten daraufhin bei den französischen Behörden eine gemeinsame Beschwerde gegen die Standorte ein. Im Anschluss an eine Untersuchung der Gruppe Cyberkriminalität der Forschungsabteilung der Gendarmerie Nationale de Rennes wurden die mutmasslichen Gründer und Verwalter der Sites im Juni 2018 unter dem Verdacht von Verbrechen an geistigem Eigentum verhaftet.
Damals wurde geschätzt, dass die Sites in den sechs Monaten vor ihrer Schließung monatlich von rund 500.000 Benutzern besucht wurden. Es hieß, dass die Sites Einnahmen hauptsächlich durch Werbung erzielten, die das Streaming von Sportprogrammen und Live-Veranstaltungen unterstützte.
Die beteiligten Rechteinhaber vertraten die Ansicht, dass die Verbrechen so schwerwiegend seien, dass die Verdächtigen wegen Vergehen wie organisierte Fälschung und erschwerte Geldwäsche bis zu 10 Jahren Haft verurteilt werden könnten.
Gericht befindet fünf Personen für schuldig
Jetzt, mehr als zwei Jahre später, ist die Angelegenheit abgeschlossen. Laut Canal+ hat ein Gericht in Renne fünf Personen für schuldig befunden, urheberrechtlich geschützte Inhalte über den “Beinsport-Streaming”-Ring mit 20 Websites reproduziert, kommuniziert und verbreitet zu haben.
Der derzeit nicht namentlich genannte Anführer der Gruppe wurde zu einer 12-monatigen Haftstrafe verurteilt, wobei sechs Monate auf Bewährung ausgesetzt wurden. Das Schicksal seiner Komplizen muss noch öffentlich bekannt gegeben werden.
In einer Erklärung begrüßte Céline Boyer, Direktorin für den Schutz von Inhalten der Gruppe Canal +, das Urteil und stellte fest, dass zwischen 2014 und 2017 nur neun der beliebtesten von den Angeklagten betriebenen Websites 7,5 Millionen Besuche unerlaubt gestreamter Inhalte generierten.
“Die Entscheidung von Rennes stärkt die Position der Gruppe Canal + als Akteur im Kampf gegen die Piraterie, eine sich ausbreitende und vielschichtige Geißel, die sich täglich auf das gesamte Sportökosystem auswirkt, vom Profi- bis zum Amateursport, sowie auf die Medien- und Pay-TV-Industrie”, sagte Boyer.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.